Vom Collier bis zum Ring: Partys zum Schmuck-Selbstbasteln


Nach einer Party mit der Triererin Nicole Helbig kann jede Frau sicher sein: Sie geht mit einem neuen selbst gebastelten Schmuckstück nach Hause. Ob mit dem witzigen Erdbeer-Collier, einer aufwendigen afrikanischen Wickelkette oder mit dem edlen Rivoli-Ring.

Nach einer Party mit der Triererin Nicole Helbig kann jede Frau sicher sein: Sie geht mit einem neuen selbst gebastelten Schmuckstück nach Hause. Ob mit dem witzigen Erdbeer-Collier, einer aufwendigen afrikanischen Wickelkette oder mit dem edlen Rivoli-Ring.
Alle Stücke haben die Damen an einem Abend zwischen Sektglas und Häppchen selbst gemacht. «Da ist man schon ein bisschen stolz», sagt Marita Roth, die schon einige Schmuckstücke angefertigt hat. «Vor allem, weil es die nirgendwo im Laden gibt und die Leute einen oft darauf ansprechen», sagt die 62 Jahre alte Bäckerfachverkäuferin.
Insgesamt 150 Modelle hat Helbig im Katalog ihres erst drei Monate alten Unternehmens «Creadiva» im Angebot. Sie bietet sie an als Set, mit allem was dazu gehört, und erläutert am Abend, wie es gemacht wird. Immer öfter lässt sie auch erklären. Bereits 25 Beraterinnen sind für sie bundesweit im Party-Einsatz. «Im nächsten Sommer will ich 100 haben», sagt die 36-Jährige. Besonders eifrig werde in Bielfeld, Dortmund, Berlin, Berlin, Hamburg, Lemgo und Hannover gebastelt. «Ich finde es toll, dass man sich hier Ketten individuell zusammenstellen kann», sagt Sibylle Marx (42).
Die eigene Mühe macht sich bezahlt: Im Durchschnitt kosteten die Schmuckstücke bei Juwelieren mindestens das Doppelte, sagt Helbig, die seit ihrer Kindheit eine begeisterte Bastlerin ist. Die 36-Jährige kauft ihre Ware bei Herstellern rund um den Globus direkt ein: Edelsteine aus Asien und Indien oder Glasperlen aus Böhmen. «Die Qualität ist für mich das A und O.» Das günstigste Stück für die Kundin ist ein Ring für 6,50 Euro und das teuerste eine Kette aus Schaumkoralle, Lavakugeln und echten Silberperlen für 58,50 Euro.
Ob Ketten fädeln, nähen, wickeln oder häkeln - lernen kann das jeder, meint Helbig. Doch in den abendlichen Workshops müssten die Techniken schon erklärt werden: «Da sind oft Frauen dabei, die noch nie gebastelt haben.» Normalerweise reicht ein Abend aus, ein Schmuckstück selbst fertig zu machen. «Wer dann auf den Geschmack gekommen ist, kann nachbestellen, oder selbst zu einer Party einladen», sagt sie. Bei den bislang rund 60 «Creadiva»-Partys in Deutschland war allerdings noch nie ein Mann dabei.
«Es sind ja Läden genug da, aber so was haben die da nicht», sagt Partygast Marx. «Die haben nur 1000 mal das Gleiche, aber nichts Kreatives.» Da setzt Helbig an: «Das Schmuckstück hat ein eigene Bedeutung, wenn es selbst gemacht ist», sagt die Tochter einer Bastelladen-Inhaberin in Lemgo. Es trage «zum Stolz der Frau» bei und sei «auch etwas für die Seele». «Das ist was, bei dem ich sagen kann, das habe ich selbst gemacht.» Helbig, die seit 1991 Bastelbücher geschrieben hat und später einen Internet-Shop mit Perlen und Zubehör betrieben hat, wollte nach ihrem Studium «die Leidenschaft zum Beruf machen». Für einen Einstieg in den Großhandel fehlte ihr das Kapital, für den Einzelhandel die Lust: «Im Geschäft brauchen die Leute ein bis zwei Stunden, um eine Perle auszusuchen.» Da kam ihr dann die Idee, Schmuck zu entwerfen und die Frauen selbst basteln zu lassen. «Ich habe immer schon gerne gebastelt. Wie viele Ketten ich schon angefertigt habe? Ich habe aufgehört zu zählen.»
Schmuck selbst anfertigen: www.creadiva.eu

Nicole Helbig

Inhaberin
Trier
Es war schon immer mein Traum, mein Hobby zum Beruf zu machen. Dieser Traum ist mit Creadiva zur Wirklichkeit geworden. Es macht viel Spaß täglich neue Menschen kennenzulernen und Kundinnen einen schönen Abend zu bereiten. Ganz nach dem Creadiva-Motto "Das Schöne an Dir" gestalte ich gemeinsam mit Ihnen die kreative und funkelnde Zukunft!
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